November 2019

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar jeden

  • 2. Do im Monat um 19:30 Uhr im Eck-B√ľro
  • 4. Do im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus

Nach einer längeren Pause, insbesondere nach dem Tod unserer Mitglieder Claus Klose und Claus Peter Ortlieb, haben wir uns bei unserer Sitzung am 14. November mit Neuinteressierten getroffen, um unser Thema Entwicklung der Krise РKrise der Entwicklung wiederaufzunehmen und uns nach Brasilien nunmehr China zuzuwenden.

Hierf√ľr hatten wir einige Impulse vorbereitet, konkret eine kurze Darstellung der chinesischen Geschichte, einen √úberblick, wie sich Marx zu China ge√§u√üert hat und was aus wertabspaltungskritischer Perspektive bislang zu China geschrieben wurde. Erg√§nzt haben wir dies mit √úberlegungen zur Digitalisierung als m√∂gliches Moment der Krisenverwaltung in China – gerade auch als Wiederauflage westlicher Projektionen eines vorgeblichen Systemwettbewerbs [1].

F√ľr den weiteren Einstieg in die Thematik werden wir uns am 29. November und bei den kommenden Sitzungen mit der Publikation China -die zuk√ľnftige Weltwirtschafts- und Supermacht? Mythos und Realit√§t von Raimund G. Philipp befassen.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

EXIT!-Seminar 2019

Einladung zum exit!-Seminar 2019, 04.‚Äď06.10.2019 in Mainz

Geschlecht, Subjekt, Krise

Nach der Hoch-Zeit des Dekonstruktivismus in den 1990er Jahren ist heute nach verschiedenen Krisensch√ľben, vor allem dem Finanzcrash 2008, ein ‚Äěmaterialistischer Feminismus“ wieder ‚Äěin‚Äú. Kongresse und Sammelb√§nde zu diesem Thema gibt es mittlerweile zuhauf. In diesem Zusammenhang findet auch die Wert-Abspaltungs-Kritik verst√§rkt Aufmerksamkeit, sowohl an der Universit√§t als auch in linksfeministischen Szene-Gruppierungen. Dies birgt allerdings die Gefahr, dass die Wert-Abspaltungs-Kritik oder Teile von ihr vereinnahmt und/oder verflacht werden. Insbesondere vor einer wert-abspaltungs-theoretischen Krisen-Theorie, die von einem Zusammenbruch bzw. dem Niedergang des Kapitalismus spricht, scheut man/frau weithin zur√ľck.

Dabei geht die M√§r um, dass sich die Theorie der Wert-Abspaltung auf einer reinen Metaebene bewege und reale Frauen nicht ber√ľcksichtige, so Koschka Linkerhand, die sich andererseits durchaus auch auf die Wert-Abspaltungs-Kritik bezieht (z.B. emafrie.de). Auch Norbert Trenkle von der Zeitschrift ‚ÄěKrisis“ macht √§hnliche Einw√§nde geltend. Die Wert-Abspaltungs-Kritik, auf die er angeblich auch selbst rekurriert, bewege sich bei Exit blo√ü auf einer Metaebene, die Individuen blieben au√üen vor. Stattdessen w√ľrde ‚ÄěKrisis‚Äú, vor dem Hintergrund einer allgemein gedachten Wertkritik (die in Wirklichkeit seitens der Wert-Abspaltungs-Kritik eben selbst eine androzentrische ist ‚Äď die Entstehung der Wert-Abspaltungs-Kritik hat sich selbst zentral in der Kritik dieses Umstands herausgebildet!), die subjektive Ebene de facto hereinnehmen, wohingegen Subjekt und Individuum bei Exit erst durch (theoretische) Anbauten einbezogen w√ľrden (siehe auch Es bedarf einer neuen Perspektive gesellschaftlicher Emanzipation, Interview mit Ernst Lohoff und Norbert Trenkle/ Gruppe Krisis von Marcos Barreira und Javier Blank/ Rio de Janeiro).

Ignoriert wird hier nicht blo√ü die Widerspruchsstruktur etwa zwischen Psychologie und Soziologie, die Adorno aufgezeigt hat, an dessen √úberlegungen die Wert-Abspaltungs-Kritik anschlie√üt, wobei das gesellschaftlich Ganze als gebrochene Totalit√§t unter Einbeziehung ebenso der kulturell-symbolischen Ebene begriffen wird; ignoriert wird auch, dass bei Exit l√§ngst Reflexionsprozesse hinsichtlich des Verh√§ltnisses ‚Äěgesellschaftliche Form und konkrete Totalit√§t“ stattgefunden haben und die Wert-Abspaltungs-Kritik dabei auf einen dialektischen Realismus hinaus will. Reflektiert werden muss all dies jedoch innerhalb des wert-abpaltungs-fetischistischen Gesamtzusammenhangs, wobei die fetischistische Objektivit√§t, auch wenn sie von den Individuen erzeugt ist, diesen als verselbst√§ndigte vorgelagert ist.

Im diesj√§hrigen Exit-Seminar ‚ÄěGeschlecht Subjekt Krise“ soll nun zumindest in einigen Aspekten aufgezeigt werden, dass die Dimensionen von Subjekt und Individuum l√§ngst Bestandteil einer wert-abspaltungs-fetischismuskritischen Betrachtung sind, in der von einem schon immer in sich gebrochenen kapitalistischen-patriarchalen Gesamtzusammenhang ausgegangen wird.

Programm und Anmeldung

August 2019

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik

Achtung: wir justieren zZt das laufende Programm- hier Termine, Uhrzeiten, Orte und Inhalte, insbesondere f√ľr die Sommermonate – neu. Bei Interesse setzt Euch bitte mit uns Verbindung.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

Juni 2019

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik

Achtung: wir justieren zZt das laufende Programm- hier Termine, Uhrzeiten, Orte und Inhalte, insbesondere f√ľr die Sommermonate – neu. Bei Interesse setzt Euch bitte mit uns Verbindung.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

Brasilien: Landgrabbing und die Neue Rechte

Krise der Entwicklung – Entwicklung der Krise, Teil 1 | Brasilien: Landgrabbing und die Neue Rechte

Do, den 06. Juni um 19 Uhr
in der Fabrique im Gängeviertel (Prinzess_innenzimmer, 4. OG), Valentinskamp 34a (Zugang von der Speckstraße), 20355 Hamburg

Vortrag und Gespräch mit Fábio Teixeira Pitta und dem exit!-Lesekreis HH zur akutellen Lage in Brasilien vor dem Hintergrund der globalen Krise.

Fábio Teixeira Pitta ist Post-Doktorand der Universität São Paulo und wissenschaftlicher Mitarbeiter der NGO Rede Social de Justiça e Direitos Humanos.

Literaturliste zur Thematik 

Flyer zum Ausdrucken [3fach]

Folien Präsentation Fábio Pitta

Siehe auch die Programme vom exit!-Lesekreis HH der Monate März 2019 | April 2019 | Mai 2019

Hinweis: die Veranstaltung ist teilweise in englischer Sprache. Wir sind um √úbersetzung bem√ľht.

Artikel zu oder mit Bezug zu Brasilien von Tomasz Konicz:

Weitere: Stillgestanden! Präsident Jair Bolsonaro will Zucht und Ordnung an den Schulen des Landes. Seine Soldaten lassen Klassen strammstehen und marschieren Рund sie beeinflussen den Lehrplan. Von Christoph Gurk [1|2]

Huch, die Welt geht unter… !

Veranstaltungshinweis

„Huch die Welt geht unter… ! Die Krise kommt – und dann?“ Tresengespr√§ch mit Tomasz Konicz

So, den 12. Mai 2019, 17 Uhr
im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 HH, Saal

Veranstaltet wird das Tresengespräch von der Interventionistischen Linken, hier deren Einladungstext.

Weder geht die Welt unter noch kommt die Krise (nicht im Sinne einer apokalyptischen Z√§sur), die der wertabspaltungsf√∂rmigen Vergesellschaftung inh√§rent ist. Die krisenhaften Entwicklungen spitzen sich aber zwangsl√§ufig zu; viele Menschen – wenn sie nicht sowieso gerade schon elendig zugrunde gehen – w√ľrden berechtigt fragen d√ľrfen, wie es √ľberhaupt noch schlimmer werden kann; aber das geht.

Die Fragestellungen ‚ÄěWie kann eine solidarische Welt in und nach nach der √∂kologischen Katastrophe aussehen? Wie m√ľssen wir jetzt handeln?‚Äú w√§ren also zu reformulieren: Wie ist die gesellschaftliche Form verfasst, wie kann Solidarit√§t jenseits der wertabspaltungsf√∂rmigen Vergesellschaftung zu fassen sein, welche verk√ľrzten Handlungsformen m√ľssen wir √ľberwinden?¬†
 
Siehe auch den Blog von Tomasz Konicz
sowie seine Texte unter exit-online.org > AutorInnen
 
Wir verweisen zudem auf den fortgesetzt aktuellen Text Gegen die Wand. Von der gemeinsamen Ursache der ökologischen und ökonomischen Krise von Claus Peter Ortlieb.

Mai 2019

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar jeden

  • 2. Do im Monat um 19:30 Uhr im Eck-B√ľro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • 4. Do im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Erneut abweichend vom √ľblichen Turnus unser n√§chstes Treffen am Do, den 16. Mai um 17 Uhr im Eck-B√ľro. Wir machen weiter mit dem Thema Entwicklung der Krise – Krise der Entwicklung, hier Brasilien, und reflektieren das eint√§gige Treffen von Mitgliedern der exit!-Lesekreise Berlin, Hamburg und S√£o Paulo mit F√°bio Teixeira Pitta. Anschlie√üend steigen wir ein in die Lekt√ľre des Textes Christoph Kolumbus forever? Zur Kritik heutiger Landnahmetheorien von Roswitha Scholz aus exit! 13 von 2016 [Zusammenfassung | Textaufbau].

Ebenso abweichend – was die Uhrzeit betrifft – unser Treffen am Do, den 23. Mai fahren um 17 Uhr. Wir fahren fort mit dem Text Christoph Kolumbus forever? von Roswitha Scholz, hier ab dem Abschnitt Robert Kurz: Prozessierender Widerspruch und Zerfall des Kapitalismus.

Vorank√ľndigung: Do, den 06. Juni um 19h im G√§ngeviertel  
Krise der Entwicklung - Entwicklung der Krise, Teil 1 
Brasilien: Landgrabbing und die Neue Rechte
Vortrag und Gespräch mit Fábio Teixeira Pitta und dem exit!-Lesekreis HH zur akutellen Lage in Brasilien vor dem Hintergrund der globalen Krise.

Literaturliste zur Thematik 

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

April 2019

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar jeden

  • 2. Do im Monat um 19:30 Uhr im Eck-B√ľro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • 4. Do im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Abweichend vom √ľblichen Turnus machen wir weiter am Di, den 16. April, 17 Uhr (Ort auf Anfrage) und zwar mit unserem neuen Thema Entwicklung der Krise – Krise der Entwicklung, hier Brasilien, und steigen ein in den Text Nachholende Modernisierung und die Herausbildung der Arbeit in Brasilien, den der exit!-Lesekreis S√£o Paulo/ Brasilien im Jahre 2010 in Vorbereitung f√ľr ein Treffen mit Robert Kurz verfasst hat. Den Text stellen wir auf Wunsch zur Verf√ľgung. Ort auf Anfrage.

Am Do, den 25. April fahren fahren wir mit dem Programm vom 16. April fort.

Ergänzend hierzu die Texte International Financial Capital and the Brazilian Land Market sowie Spekulationsobjekt Land. Das Finanzkapital und die Bodenspekulation in Brasilien von Maria Luisa Mendonça und Fábio Teixeira Pitta.

Hinweis: Wir planen einen Vortrag und Gespräch mit Fábio Teixeira Pitta zur akutellen Lage in Brasilien vor dem Hintergrund der globalen Krise, voraussichtlich am Do, den 06. Juni um 19h im Raum Kubus im Centro.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

Faschismus im 21. Jahrhundert. Skizzen der drohenden Barbarei

Vortrag und Diskussion mit Tomasz Konicz

Mi, den 27. März 2019, 19 Uhr
FC St. Pauli Museum | 1910 e.V., Heiligengeistfeld 1, 20359 HH

Veranstaltet von St. Pauli antirazzista & exit! Lesekreis HH

Wohin entwickeln sich die Gesellschaften im krisenhaften Sp√§tkapitalismus? Mit jeder neuen Wahl scheint der Durchmarsch der Rechten voranzuschreiten. Die Verrohung des √∂ffentlichen Diskurses und der Gesellschaft, die sich immer offener artikulierende rechte Gewalt, die rasch voranschreitende Aushebelung b√ľrgerlicher Grundrechte – sie lassen Erinnerungen an den Vorfaschismus der 30er Jahre aufkommen.

Tomasz Konicz möchte mit seinem Buch Faschismus im 21. Jahrhundert. Skizzen der drohenden Barbarei Parallelen zwischen dem Aufstieg des Faschismus in der Zwischenkriegszeit und dem gegenwärtigen Durchmarsch der Rechten ziehen, in dem Faschismus als eine Extremform von Krisenideologie begriffen wird, die in Krisenzeiten mittels Gewalt und Terror eine im Zerfall begriffene kapitalistische Gesellschaftsformation aufrecht zu erhalten versucht Рund diese in die Barbarei treibt.

Tomasz Konicz arbeitet als Publizist und freier Journalist mit den Schwerpunktthemen Krisenanalyse und Ideologiekritik. Konicz schreibt regelm√§√üig f√ľr das Internetmagazin Telepolis und die Monatszeitschrift Konkret. Zuletzt publizierte der Referent „Faschismus im 21. Jahrhundert. Skizzen der drohenden Barbarei.“, dessen Kernthesen nach dem Vortrag zur Diskussion gestellt werden sollen.

Siehe auch den Blog von Tomasz Konicz
sowie seine Texte unter exit-online.org > AutorInnen

Kein Brexit, nirgends. Zu den Schwierigkeiten einer Positionsbestimmung

Vortrag und Diskussion mit JustIn Monday

So, den 24. März 2019, 20 Uhr (Einlass 19 Uhr)
Uebel & Gefährlich, Turmzimmer, Feldstraße 66, 20359 HH

Im März 2017 beantragte Großbritannien den Austritt aus der EU. Damit begann ein Prozess, dessen gesellschaftliche Tragweite in keinem Verhältnis zum Verhandlungsverlauf zu stehen scheint. Einerseits werfen die absehbaren Folgen eines Brexits grundsätzliche Fragen zum Wesen der EU, zum historischen Stand der Vergesellschaftung durch das Kapital und zur gegenwärtigen Form des Nationalstaats auf. Andererseits waren die Verhandlungen von Monotonie und Ereignislosigkeit geprägt.

Die innerbritischen Auseinandersetzungen um die Verhandlungslinie sind zwar so heftig, dass sie das Parteiensystem von innen her zerlegen. Gleichzeitig sind die Positionen aber so sehr von nationalen Souveränitätsphantasien geprägt, dass keine der Fraktionen Vorschläge macht, die in irgendeiner Weise Verhandlungsmasse bilden könnten. So scheint es nicht nur der Linken unmöglich zu sein, etwas anderes als Meinungen zum Brexit zu entwickeln.

JustIn Monday wird in seinem Vortrag diese Situation darstellen, sie in den Kontext der Krisenpolitik seit 2008 einordnen und eine antinationale Kritik der EU formulieren.

Veranstaltungsflyer

Siehe auch Texte von JustIn Monday unter exit-online.org > AutorInnen