Corona-Pandemie

Aufgrund der zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie als erforderlich erachteten Maßnahmen finden auch im Centro bis auf weiteres keine Veranstaltungen und also keine Treffen des exit! -Lesekreises in Hamburg im CENTRO SOCIALE statt (siehe auch hier).

Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf das Interview mit Roswitha Scholz, Publizistin und Redakteurin der Theorie-Zeitschrift »Exit!«, über die Pandemie und das Geschlechterverhältnis „Ich will weder Beruf noch Familie“ in der konkret Juli 2020 sowie auf die Texte Rückkehr zur kapitalistischen Normalität? [Juni 2020] und Zur Diskussion um Corona [Mai 2020] von Herbert Böttcher/ Redaktion exit! sowie Corona und der Kollaps der Modernisierung [März 2020] von Roswitha Scholz für die Redaktion von exit! & Herbert Böttcher für den Vorstand von exit! und für das Ökumenische Netz Ende März 2020.

Wir verweisen ergänzend auf den Text „Die Alten“ und die Corona-Krise von Andreas Stückler im Soziologischen Journal der Instituts für Soziologie der Uni Wien vom 29.04.2020 und das Gespräch Das Schwarz-Weiss-Denken mit der Psycholog_in Christine Kirchhoff in der taz vom 30.03.2020.

Zu den Wechselwirkungen mit dem ökonomischen Krisenverlauf zudem folgende Texte von Tomasz Konicz [Blog]:

Claus Peter Ortlieb ist tot

Für uns alle völlig überraschend und unerwartet ist unser langjähriger Weggefährte und Freund Claus Peter Ortlieb verstorben.

Nachruf Claus Peter Ortlieb ist gestorben von Redaktion und Vorstand von exit!

Wir danken der Familie hier auch die Trauerrede von Herbert Böttcher veröffentlichen zu können. [Portugiesische Fassung]

Nachruf Claus Peter Ortlieb ist tot vom Schmetterling Verlag. Veröffentlichungshinweis Die Grenzen bürgerlichen Denkens: In Memoriam Claus Peter Ortlieb vom Schmetterling Verlag.

Zur Person von Claus Peter Ortlieb siehe auch [1] | [2]

Nachruf Claus Klose

Am 26.06.2019 ist unser guter und vertrauter Freund Claus Klose nach langer Krankheit gestorben. Claus war ein langjähriger Weggefährte des Exit!-Zusammenhangs aus der Zeit von Robert Kurz. Darüber hinaus war Claus eines der langjährigsten Mitglieder des Hamburger Lesekreises.

Unsere enge Freundschaft hat sich über viele Jahre erhalten. Obwohl er in den letzten Jahren aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes nicht mehr regelmäßig an unseren Treffen teilnehmen konnte und die Abstände einer Begegnung mit ihm größer wurden, blieb er an der Entwicklung der Exit!-Zusammenhänge beteiligt. Jedes Zusammentreffen mit ihm fand so seine Fortsetzung im darauf folgenden und wir waren überrascht, wie viele Gedanken und Überlegungen er sich zwischenzeitlich nicht nur hinsichtlich der Themen sondern auch zu jedem einzelnen von uns gemacht hatte.

Immer wieder nahm Claus auf die Schrift „Blutige Vernunft“ von Robert Kurz Bezug. Aber auch andere Autoren wie Eske Bockelmann („Im Takt des Geldes“) oder die Texte von Julian Jaynes haben ihn umgetrieben. Noch bei unserem letzten Besuch wenige Tage vor seinem Tod lag eine Ausgabe des exit!-Heftes 14 auf seinem Bett. Die Thematik um Robert Kurz‘ Texte „Die Kälte“ sowie „Nullidentität“ haben ihn zuletzt besonders beschäftigt.

Wir verlieren mit Claus einen Menschen, der sich bedingungslos mit den mit der Wertabspaltungskritik aufgeworfenen Fragen auseinandersetzte. Er hat dabei weder Mühe noch Aufwand gescheut, was bei Claus zuweilen bis an den Rand der notwendigen Sorge um sich selbst ging – was das eine oder andere Mal auch von uns kritisiert wurde. Claus war viele Jahre ein ständiger Reisender im Auto (mit einem Becher schwarzem Kaffee und Zigaretten) zu Exit!-Veranstaltungen, zu Tagungen, Seminaren und Beiratstreffen. Auf ihn musste man sich einlassen können, und dies jedes Mal wieder aufs Neue. Wem das gelang, der konnte mit ihm in einen Prozeß des gemeinsamen Nachdenkens eintauchen, in dessen Verlauf er überraschende Reflexionen äußerte. Dabei war die Lust an dieser gemeinsamen Begegnung immer spürbar. Die dabei aufgeworfenen Fragestellungen bewegten sich im Gravitationsfeld der Wertabspaltungskritik, auch wenn es um scheinbar banale oder alltägliche Themen ging. Claus beließ es in diesem Zusammenhang nie allein bei einer verobjektivierenden Betrachtung und verlieh auch den komischen, skurrilen und widersprüchlichen Seiten unserer und seiner eigenen Subjektivität Ausdruck.

Claus war eine große Ermutigung für uns. Er fehlt uns sehr, auch wenn er uns in vielen unserer zukünftigen Aktivitäten begleiten wird.

Für den Hamburger exit! Lesekreis
Christoph F. und Thomas K.

Zum Tode von Moishe Postone

Moishe Postone ist am 19. März 2018 im Alter von 75 Jahren gestorben. Dazu folgende Verweise:

Wir  verweisen zudem auf den Text Nach Postone von Roswitha Scholz aus EXIT!, Heft 12.