November 2016

exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kolleg“ zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Sicht
  • an jedem vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kubus“ zu einem theoretischen Text.

Am Mittwochden 09. November befassen wir uns ein weiteres Mal mit dem neuen Buch von Tomasz Konicz „Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft“ – hier insbesondere mit Kapitel 9. („Der große Transformationskampf“) und 10. („Was kann die Linke tun?“) – vor dem Hintergrund unserer Veranstaltung/ der Buchpräsentation mit Tomasz Konicz am Donnerstag, den 10. November im Centro Sociale.

Am Donnerstagden 23. November werden wir die Veranstaltung/ die Buchpräsentation mit Tomasz Konicz vom Do, den 10. November nachbereiten und mögliche, offene Fragestellungen diskutieren.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

Oktober 2016

Lesekreis in HAMBURG zur Wert-Abspaltungskritik (Oktober 2016)

im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kolleg“ zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Sicht
  • an jedem vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kubus“ zu einem theoretischen Text.

Am Mittwoch, den 12. Oktober werden wir vom exit!-Seminar 2016 „Landnahme – Ausgrenzungsterror – Rechtsruck“ vom 07. – 09. Oktober in Mainz berichten und über die Vorträge und Entwicklungen diskutieren.

Am Donnerstag, den 27. Oktober befassen wir uns erstmalig mit dem neuen Buch von Thomas Konicz „Kapitalkollaps. Die finale Krise der Weltwirtschaft“, dies insbesondere in Hinsicht auf unsere Veranstaltung/ Buchpräsentation am Do, den 10. November im Centro Sociale.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

August/September 2016

Lesekreis in HAMBURG zur Wert-Abspaltungskritik

im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kolleg“ zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Sicht
  • an jedem vierten Donnerstag im Monat um 19:00 im Raum „Kubus“ zu einem theoretischen Text.

Am Mittwoch, 13. Juli 2016 setzen wir unsere kritische Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse fort, und zwar auf Grundlage des Textes Trauer und Melancholie von Sigmund Freud. Wir verweisen zudem auf den Text Das Wundmal der Wirklichkeit. Zur Verleugnung der ersten Natur in der Wertabspaltungskritik von Katharina Klingan und Paulette Gensler in Bahamas Nr. 73/ Frühjahr 2016. Zudem wäre das mögliche Programm der folgenden Treffen festzulegen.

Am Donnerstag, 28. Juli 2016 setzen wir unsere Lektüre des Buches Geld ohne Wert von Robert Kurz, Kapitel 17, Die doppelte Entwertung des Werts. Auf dem Weg zur historischen Krise des Geldes, Seite 321 fort.

Juli 2016

Lesekreis in HAMBURG zur Wert-Abspaltungskritik

im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • an jedem zweiten Mittwoch im Monat um 19:00 Uhr im Raum „Kolleg“ zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Sicht
  • an jedem vierten Donnerstag im Monat um 19:00 im Raum „Kubus“ zu einem theoretischen Text.

Am Mittwoch, 13. Juli 2016 setzen wir unsere kritische Auseinandersetzung mit der Psychoanalyse fort, und zwar auf Grundlage des Textes Trauer und Melancholie von Sigmund Freud. Wir verweisen zudem auf den Text Das Wundmal der Wirklichkeit. Zur Verleugnung der ersten Natur in der Wertabspaltungskritik von Katharina Klingan und Paulette Gensler in Bahamas Nr. 73/ Frühjahr 2016. Zudem wäre das mögliche Programm der folgenden Treffen festzulegen.

Am Donnerstag, 28. Juli 2016 setzen wir unsere Lektüre des Buches Geld ohne Wert von Robert Kurz, Kapitel 17, Die doppelte Entwertung des Werts. Auf dem Weg zur historischen Krise des Geldes, Seite 321 fort.

Kapitalistische Krise und Gentrifizierungsprozesse

18.09.2014 (Do, 20h), Vortrag und Gespräch im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 HH, Saal

Veranstaltung des exit!-Lesekreises in Hamburg im Rahmen der Kampagne Solidarische Raumnahme.

Die vom Projekt EXIT! vertretene Erklärung der aktuellen kapitalistischen Krise sieht diese nicht im Finanzsektor und dessen Crash des Jahres 2008 begründet, sondern macht sie – mit Marx – an tiefer liegenden Widersprüchen der kapitalistischen Produktionsweise fest, die seit mehr als 30 Jahren zunehmend ihre Wirkung entfalten: Der Kapitalismus, der auf der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft beruht, untergräbt seine eigene Grundlage, indem er die Arbeit zunehmend aus dem Produktionsprozess heraus nimmt und durch Maschinen ersetzt. Immer mehr Menschen werden in diesem Sinne „überflüssig“, die Generierung von Mehrwert – der eigentliche Sinn und Zweck kapitalistischer Produktion – damit aber letztlich unmöglich.

Der Neoliberalismus der letzten 30 Jahre wird von uns als Versuch gedeutet, die Krise der „Realwirtschaft“, also die Unmöglichkeit, noch in ausreichendem Maße reale Gewinne zu machen, durch kreditäres deficit spending immer weiter aufzuschieben. Das brachliegende Geld flieht ins „fiktive Kapital“, die Folge sind Blasenbildungen und Crashs. Zugleich verschärft sich die Konkurrenz der wirtschaftlichen Akteure (Unternehmen, Nationalökonomien, Standorte) in Versuchen, die Krisenfolgen von sich fernzuhalten und anderen aufzuhalsen. In diesem Zusammenhang sind auch die Gentrifizierungsprozesse der letzten Jahrzehnte zu sehen, so etwa die Reduzierung des sozialen Wohnungsbaus und das Werben der Politik um die „kreative Klasse“.

Im ersten Teil der Veranstaltung sollen in einem Referat die Grundzüge der hier vertretenen Krisentheorie und die letztlich vergeblichen Versuche eines Krisenaufschubs skizziert werden. Im zweiten Teil wollen wir mit den TeilnehmerInnen eine Diskussion unter der Fragestellung führen, welches Licht die Krisentheorie auf die Gentrifizierungsprozesse der letzten 30 Jahre wirft. Unserer Einschätzung nach greifen viele der durchaus verdienstvollen Beschreibungen und Analysen dieser Prozesse zu kurz, weil sie den gesellschaftlichen Hintergrund, vor dem sie stattfinden, nicht adäquat erfassen. Das hat auch Auswirkungen auf die Praxis von Bewegungen, die sich gegen diese Entwicklungen zu stemmen versuchen.

Vorträge zur Kritischen Theorie und Psychoanalyse

Im Jahre 2014 hat Thomas Koch vom exit! Lesekreis in Hamburg eine dreiteilige Vortragsreihe zur Kritischen Theorie und Psychoanalyse im Centro Sociale gehalten:

Erkenntnistheoretische Implikationen. Eine Einführung | Untersucht wird das Potential psychoanalytischen Denkens für die kritische Wahrnehmung individueller, gesellschaftskritischer und psychischer Realität und die Beziehung von Elementen der Psychoanalyse zur kritischen Theorie, insbesondere zur wert-abspaltungskritischen Krisentheorie und zum wissenschaftlichen Denken | Di, 15. April 2014, 19h

Jenseits von Sprache. Kommunikation des Unbewussten. Über die Bedeutung von Abspaltung und projektiver Identifikation Das Verhältnis von Abspaltung zum Prozess der Verdrängung. Spaltung und Abspaltung in Psychoanalyse, Geschlechterverhältnis und kritischer Theorie – ein kritischer Vergleich | Di, 29. April 2014, 19h

Lernen durch Erfahrung. Über Voraussetzugen dem Unbekannten zu begegnen | Zusammenhänge von Körper, emotionaler Erfahrung, Gedanke und Denken der Gedanken und der „negativen Unfähigkeit“, Unsicherheit ertragen zu können. Eine Einführung in die Erkenntnistheorie des Psychoanalytikers Wilfred Bion | Di, 15. Mai 2014, 19h

Siehe auch Psychoanalyse, Literatur und Verweise

rotten system! rotten world?

Veranstaltungsreihen, die vom exit! Lesekreis in Hamburg in den Jahren 2012, 2013 und 2014 im Centro Sociale organisiert wurden, siehe auch http://rottensystem.blogsport.eu

Veranstaltungen zum Niedergang des Kapitalismus und seiner ideologischen Verarbeitung

Krise und kein Ende. Waren es vor ein paar Jahren noch die Banken, so sind es mittlerweile die Staatsfinanzen, der Euro, ja sogar die Eurozone und zahlreiche weitere Länder, die ernste Probleme haben.

Die tiefer liegenden Ursachen für die aktuellen Probleme sind aber nicht in einer verfehlten Politik, der vermeintlichen „Gier“, der „Faulheit“ oder sonstigen Zuschreibungen an austauschbare Sündenböcke zu suchen, sondern in der kapitalistischen Gesellschaftsform selbst. Der Kapitalismus beinhaltet einen „systemimmanenten Widerspruch“, der laut Marx dazu geeignet ist, die bornierte Grundlage der kapitalistischen Produktionsweise „in die Luft zu sprengen“. Durch konkurrenzbedingte Produktivkraftentwicklung wird die Quelle des Werts (menschliche Arbeitskraft) zunehmend „weg rationalisiert“. Folge ist die Reduzierung des wertförmigen Reichtums, was wiederum die Funktionsfähigkeit der Gesellschaft untergräbt.

Nicht zufällig fallen die inneren Grenzen des Kapitalismus zusammen mit den äußeren Schranken niedergehender Ökosysteme, schwindender Rohstoffe und einer einsetzenden Klimakatastrophe. Dementsprechend bietet die kapitalistische Produktions- und Lebensweise keine lebenswerte Perspektive mehr. Trotzdem sieht es momentan nicht nach einer globalen Emanzipationsperspektive aus, die aus dem Kapitalismus heraus führen könnte. Viel eher gedeihen Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Nationalismus, Sozialdarwinismus, Biologismus, etc. bestens in dem Klima der verrottenden Gesellschaftsform.

Hinzu kommt, dass die letzten Gegenden des relativen Wohlstands dabei immer brutalere Methoden erfinden, um all jene Menschen auszugrenzen, die vor den Zerstörungen und Zumutungen des Weltmarkts, vor Hunger, Krieg und Elend, flüchten. Als ob das nicht alles schon schlimm genug wäre, so liefert auch die aktuelle Linke wenig Anlass zur Hoffnung. Viele ihrer Krisenanalysen und Theorien sind nicht dazu geeignet, die aktuellen Entwicklungen und Verhältnisse zu erklären bzw. zu kritisieren. Schlimmer noch werden bisweilen antisemitische bzw. antiemanzipatorische Ressentiments bedient und auch die inhaltliche Nähe zu rechten Positionen ist keine Seltenheit.

Stattdessen wäre eine Kapitalismuskritik auf Höhe der Zeit nötig, die sich gegen die grundlegenden Kategorien und Formen, wie Staat, Nation, geschlechtliche Abspaltung, Arbeit, Wert, Ware, Geld, etc. richtet und vehemente Ideologiekritik betreibt.