April 2023

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h (obwohl wir Montag wirklich besser fÀnden).

Fortgesetzt im Centro Sociale, Raum „BĂŒro“, weiterhin hybrid, Einwahldaten auf Anfrage.

Wir lesen und diskutieren das Editorial von Roswitha Scholz fĂŒr die Redaktion der im Mai erscheinenden Ausgabe Nr. 20 der Zeitschrift Exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft im zu Klampen! Verlag sowie den Text Theorie der Verschwörungstheorien. Überlegungen anlĂ€sslich des Editorials von 2023 der Zeitschrift Exit! von Sandrine Aumercier, veröffentlicht auf GRUNDRISSE. Psychanalyse et capitalisme. Viele deutsche Fassungen der hier veröffentlichten Texte finden sich am Ende der jeweiligen BeitrĂ€ge als [.pdf]).

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

MĂ€rz 2023

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h (obwohl wir Montag besser fÀnden).

Die LektĂŒre des bislang unveröffentlichten Textes Tote Arbeit, lebendige Arbeit: Die energetische Schranke der Arbeitsgesellschaft (das Skript stellen wir auf Anfrage gerne zur VerfĂŒgung) von Sandrine Aumercier haben wir abgeschlossen; die Diskussion ist damit aber alles andere als beendet.

Viele der von Sandrine Aumercier auf GRUNDRISSE. Psychanalyse et capitalisme veröffentlichten Texte finden sich am Ende der jeweiligen BeitrÀge als [.pdf].

Im Anschluss haben die Kurze Nachbemerkung von Thomas Meyer fĂŒr die Exit!-Redaktion zu diesem Text gelesen und diskutiert. Wir freuen uns, dass diese Diskussion voraussichtlich auch auf dem exit!-Beiratstreffen im Juni gefĂŒhrt werden wird.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

MĂ€nnliche Gewaltbereitschaft und Amok

Der exit!-Lesekreis hat bei seinem Treffen am 23.02.2023, 19h online am Vortrag MĂ€nnliche Gewaltbereitschaft und Amok vor dem Hintergrund einer sich zuspitzenden kapitalistischen Krisendynamik von Leni Wissen teilgenommen. Wir zitieren aus der AnkĂŒndigung:

Leni Wissen wird ihren Vortrag zum Krieg zwischen Russland und der Ukraine vom 16. Juni 2022 (Selbstvernichtung und Weltvernichtung – (mĂ€nnliche) Gewaltbereitschaft unter Krisenbedingungen) weiterfĂŒhren und die globalen Erscheinungen einer zunehmenden Verrohung und Gewaltbereitschaft in den Blick nehmen. Dabei soll gezeigt werden, wie gerade in einer Dynamik, die Menschen immer abhĂ€ngiger werden lĂ€sst von den globalen Krisenprozessen, die eigene Autonomie, die eigene Freiheit umso heftiger verteidigt werden muss. Das sich als frei und autonom wĂ€hnende (mĂ€nnliche) Subjekt ist immer ‚abhĂ€ngiger‘, ausgelieferter, ohnmĂ€chtiger und ist darum umso mehr gezwungen, die eigene Autonomie unter Beweis zu stellen – und dies zur Not auch unter Anwendung von Gewalt. Dabei ist es nicht zufĂ€llig, dass MĂ€nner hĂ€ufiger ‚TĂ€ter‘ und Frauen hĂ€ufiger ‚Opfer‘ von Gewalt sind. []“

Das Skript des Vortrages liegt uns vorab fĂŒr die interne Diskussion vor. Sobald in welcher Form auch immer veröffentlicht, werden wir darauf hinweisen.

Tecoluca/ El Salvador (2011). Quelle: Wikimedia Commons

Anmerkung: in Tecoluca/ El Salvador wurde 2023 das vermeintlich „grĂ¶ĂŸte GefĂ€ngnis Lateinamerikas“ eingeweiht [1].

Februar 2023

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h.

Wir residieren fortgesetzt im Centro Sociale, Raum „BĂŒro“, weiterhin hybrid, Einwahldaten auf Anfrage.

Wir lesen und diskutieren den – bis dato unveröffentlichten – Text Tote Arbeit, lebendige Arbeit: Die energetische Schranke der Arbeitsgesellschaft von Sandrine Aumercier, siehe auch [1] und [2]. Das Skript stellen wir auf Anfrage gerne zur VerfĂŒgung.

Wir freuen uns bereits heute auf die Anfang April diesen Jahres erscheinende Publikation Die Energieschranke des Kapitals. Ein Beitrag zu den Kriterien fĂŒr die Überwindung des Kapitalismus unter dem Aspekt der Technikkritik beim Verlag edition 8 hinzuweisen. Aus dem Text:

Keine Verbesserung ist in der Lage, aus der energetischen Sackgasse herauszufinden, in der wir mittlerweile stecken. Dabei geht es nicht um ein technologisches Defizit oder eine Unreife, die es aufzuholen gĂ€lte, und auch nicht um einen Mangel an gutem Willen, der erst noch fĂŒr die gute Sache geweckt werden mĂŒsste. Es gibt keine Lösung fĂŒr das vom Kapitalismus verursachte Energieproblem. Obwohl es ausschliesslich innerhalb dieser Produktionsweise entstanden ist, stellt sich der Menschheit das Problem nunmehr auf irreversible Weise. Die immer wieder erwartete und immer wieder verschobene technologische Optimierung verschĂ€rft es nur noch.

Das Buch erschien ursprĂŒnglich auf französisch unter dem Titel Le Mur Ă©nergĂ©tique du capital. Contribution au problĂšme des critĂšres de dĂ©passement du capitalisme du point de vue de la critique des technologies in der Éditions Crise & Critique.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

LĂŒtzerath lebt!

© Marius Michusch. Das Bild darf fĂŒr nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden, solange der Urheber genannt und verlinkt wird und dieser explizit sein EinverstĂ€ndnis gegeben hat.

Liebe Klima-Aktivisti in LĂŒtzerath!

Wir senden Euch unsere solidarischen GrĂŒĂŸe aus Hamburg und unterstĂŒtzen Eure Aktionen gegen die fortgesetzte katastrophale Zerstörung unserer Lebensgrundlagen

Die gewaltsame RĂ€umung des GelĂ€ndes in LĂŒtzerath steht in einem grotesken VerhĂ€ltnis zu den Versuchen, ein globales Leben und Überleben mit Mitteln des Ungehorsams zu erhalten. Wie ein Mantra wird es gegenwĂ€rtig in den Medien wiederholt: Jede politische Entscheidung eines sich als rechtsstaatlich bezeichnenden Staatswesens ist immer schon automatisch demokratisch legitimiert – egal wie absurd oder katastrophal diese auch sein mag. Die Geschichte zeigt, dass diese hermetische und letztendlich totalitĂ€re Argumentation – sich auf den Rechtsstaat bloß berufen zu mĂŒssen, um sogleich alles andere damit ins Unrecht zu setzen – niemals den BedĂŒrfnissen nach einem friedlichen, den Menschen und der Natur zutrĂ€glichen gesellschaftlichen VerhĂ€ltnis genĂŒgte. Alle modernen Regierungsformen sind in grundlegenden Entscheidungen immer wieder fehlgegangen und haben legitimiert, was spĂ€ter als Verbrechen erkannt wurde. Wir erleben das gerade auch bei der globalen nationalstaatlichen Befeuerung von Kriegen mit unendlichen Mengen an tödlichen Vernichtungswaffen. Auch hier geraten Menschenleben und die natĂŒrlichen Lebensgrundlagen wie selbstverstĂ€ndlich unter das Primat von Werten, die vorgeben Leben zu schĂŒtzen.

Die Verpflichtung auf einen angeblich demokratischen Konsens ist so gesehen bloß die von vorn herein geforderte selbstbestimmte Unterwerfung unter ein abstraktes Formprinzip. Wir als ein kategorial kritisch-theoretischer Zusammenhang sehen darin eine weitere Erscheinungsform eines abstrakten wie lebensfeindlichen Verwertungsprinzips, dem alle Menschen heute unterworfen sind und das sie, also wir, mit unseren Handlungen auch selber betreiben. Sollte je ein Ausweg aus dieser in sich geschlossenen Form gelingen, könnte er nur ein gesamtgesellschaftlicher sein. Und er wĂ€re zwangslĂ€ufig begleitet von Kontroversen wie Ihr sie gegenwĂ€rtig austragt, von Handlungen des Ungehorsams, der Verweigerung oder der kompromisslosen Einforderung lebensförderlicher Bedingungen gegenĂŒber den abstrakten und selbstreferenziellen Formen wie Geld, Ware und Wert[-Abspaltung] und deren gesellschaftlich-organisatorischen, staatlichen Apparaten.

Wir erklĂ€ren uns solidarisch mit Euch und unterstĂŒtzen Eure Aktionen ausdrĂŒcklich!

Thomas Koch fĂŒr den exit!-Lesekreis HH

Diese SolidaritÀtsnote als [.pdf]

Januar 2023

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h.

Wir freuen uns auch in diesem Jahr weiterhin im Centro Sociale, Raum „BĂŒro“ lesen und diskutieren zu können. Weiterhin hybrid, Einwahldaten auf Anfrage.

Wir machen dort weiter wo wir im letzten Jahr geendet haben, nĂ€mlich mit dem – bis dato unveröffentlichten – Text Tote Arbeit, lebendige Arbeit: Die energetische Schranke der Arbeitsgesellschaft von Sandrine Aumercier, siehe auch [1], [2] und [3]. Das Skript stellen wir auf Anfrage gerne zur VerfĂŒgung. 

(…). Denn die Energiekrise ist keineswegs ein zeitloses Schicksal, im Gegensatz zu einigen richtungsbestimmenden ErzĂ€hlungen, welche die „Knappheit“, die zum Prinzip der Warengesellschaft gemacht wurde, auf die Vergangenheit projiziert: Sie ist nichts anderes als eine notwendige und unlösbare Folge der kapitalistischen Produktionsweise und ihrer Fortschrittsmetaphysik. (…)

Noch einige Worte zu diesem Blog und den fehlenden EintrĂ€gen Juni bis Dezember 2022: wir haben einfach ein wenig die Muße gepflegt, aber da dies bekanntlich ein sehr fruchtbarer Zustand ist, waren wir nicht weniger rege. Inhalte und Verweise dieser Monate werden nachgetragen.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

Juli 2022

Sommerpause.-

„Urlaub ist die Zeit, die ein arbeitsfĂ€higer Arbeitnehmer, Beamter oder auch SelbstĂ€ndiger von seinem Arbeitsplatz berechtigt fernbleibt, obwohl nach Tages- und Wochenzeit eigentlich Arbeitsleistungen zu erbringen wĂ€ren. Die beiden erstgenannten Personengruppen benötigen hierfĂŒr die Genehmigung ihres Arbeitgebers bzw. Dienstherrn; (…)“

Prora_beach | Quelle: Wikimedia Commons

In seinem Ursprung bedeutete Urlaub die Einholung einer Erlaubnis jedweder Art durch einen Untergebenen von seinem Vorgesetzten bzw. umgekehrt deren Erteilung durch einen Vorgesetzten; das beinhaltete auch, sich von seinem Arbeitsplatz usw. entfernen zu dĂŒrfen, und sei es nur auf wenige Minuten oder Stunden. (…)“

Quelle: Wikipedia

Mai 2022

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h.

Wir freuen uns ganz besonders wieder im Centro Sociale, Raum „BĂŒro“ lesen und diskutieren zu können. Weiterhin hybrid, Einwahldaten auf Anfrage.

Der Krieg in der Ukraine beschĂ€ftigt auch uns. Wir konstatieren eine gesellschaftliche Dynamik, die nur mehr eine bipolare Reaktion (auf gleichwohl unterschiedlichen Ebenen) ermöglicht und uns zwingt, „Position zu beziehen“. Ein PhĂ€nomen, welches sich uE bereits in der Pandemie – insbesondere im VerhĂ€ltnis zu dieser selbst – im zunehmenden Maße abgezeichnet hat und eine komplexe, differenzierte Betrachtung kaum noch ermöglicht. Dies nicht zuletzt, da wir Teil der VerhĂ€ltnisse sind und von den Verwerfungen unmittelbar erfasst und zunehmend affiziert werden.

Als Hintergrund fĂŒr unsere Diskussion ziehen wir die beiden Offenen Briefe in EMMA (gegen) und ZEIT (fĂŒr) bezĂŒglich Waffenlieferungen an die Ukraine adressiert an Bundeskanzler Olaf Scholz heran. ErgĂ€nzend dazu und stellvertretend fĂŒr viele andere den Artikel Amerika treibt Europa in einen Atomkrieg von Oscar Lafontaine, das GesprĂ€ch mit Harald Welzer Die Gewaltlogik unterbrechen zum Offenen Brief in der Emma, den dieser mit verfaßt hat und zuletzt den Text Selbstbestimmung und der Krieg in der Ukraine von Taras Bilous.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

April 2022

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wöchentlich, und zwar jeden Donnerstag um 19h.

Wir freuen uns ganz besonders wieder im Centro Sociale, Raum „BĂŒro“ lesen und diskutieren zu können. Weiterhin hybrid, Einwahldaten auf Anfrage.

Nach Abschluss des Textes „Zum VerhĂ€ltnis von Soziologie und Psychologie“ (1955) von Theodor W. Adorno und des Postkriptum‚ zu diesem Text aus dem Jahre 1966 widmen wir uns einer abschließenden Diskussion.

Zudem – da wir uns der RealitĂ€t nicht entschlagen können – hören und besprechen wir die Folge Der RealitĂ€t ins Auge sehen, ohne sich das Denken nehmen zu lassen. Einige Bemerkungen zur Psychoanalyse von Krieg und Gewalt [Skript] aus der Reihe RĂ€tsel des Unbewußten. Podcast zur Psychoanalyse und Psychotherapie von CĂ©cile Loetz und Jakob MĂŒller.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

MĂ€rz 2022

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik trifft sich wieder wöchentlich – weiterhin hybrid.

„Zum VerhĂ€ltnis von Soziologie und Psychologie“ (1955) von Theodor W. Adorno. Wir versuchen uns an einer AnnĂ€herung und Kritik seines Begriffes von Psychoanalyse – und somit auch von Gesellschaft und deren (un)möglicher Transformation im Denken Adornos.

Nach Abschluss des Textes legen wir uns das „Postkriptum“ zu diesem Text aus dem Jahre 1966 vor und steigen in das ResĂŒmee ein.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de