Neue Ver√∂ffentlichungen: 2 B√ľcher und exit! Nr. 17

Wir freuen uns, auf auf zwei neue Buchver√∂ffentlichungen hinweisen zu k√∂nnen, die wir f√ľr beachtenswert halten:

Tomasz Konicz, Klimakiller Kapital. Wie ein Wirtschaftssystem unsere Lebensgrundlagen zerstört

Zudem ist j√ľngst sein Text Konjunktur f√ľr Gesundbeter. Ein polemischer √úberblick √ľber die Anpassungsleistungen kapitalistischer Ideologie in Zeiten der manifesten Krise auf exit-online.org erschienen. Wir empfehlen seinen Blog regelm√§√üig auf neue Analysen des Krisenverlaufes hin zu pr√ľfen. Wir verweisen auch auf die Rezension des Buches Die richtige Frage von Gerd Bedszent in der jungen Welt.

 

Eske Bockelmann, Das Geld. Was es ist, das uns beherrscht

 

Dar√ľberhinaus begr√ľ√üen wir selbstredend begeistert die Auslieferung von

Gruppe EXIT!, exit! Krise und Kritik der Warengesellschaft Nr. 17

 Inhalt und Editorial

Aus dem Inhalt: Gerd Bedszent, Vom Marsch in die Barbarei oder Der Osten als Buhmann

April 2020

Der Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungskritik findet aufgrund der aktuellen Krisenentwicklung [siehe auch die Blogeintr√§ge Corona-Pandemie und Globale Krise […]] bis auf Weiteres als Telefonkonferenz statt, und zwar am

  • 2. Do im Monat um 19 Uhr
  • 4. Do im Monat um 19 Uhr

F√ľr das Programm verweisen wir auf den Eintrag M√§rz 2020. Wir passen dieses aber gem√§√ü den – auch pers√∂nlichen – Notwendigkeiten und Bed√ľrfnissen an. Kontakt, Austausch und kritische Reflexion erscheinen uns auch und insbesondere unter den derzeitigen Bedingungen f√ľr ebenso dringend erforderlich wie zwingend notwendig.

Kontakt: kontakt [at] exit-lesekreis-hh.de

Es existiert zudem ein nicht-√∂ffentlicher Lesekreis, der sich mit Psychoanalyse, Kritischer Theorie und P√§dagogik auseinandersetzt. Bei Interesse k√∂nnt Ihr uns ebenfalls √ľber die Kontaktadresse des exit! Lesekreises kontaktieren.

April 2020 Sendung Radio fsk

Der Exit!-Lesekreis in HH sendet regelmäßig einen Beitrag unter dem Titel rotten system! rotten world? auf Radio FSK [Freies Sender Kombinat, Hamburg], und zwar immer

  • jeden zweiten Mittwoch im Monat von 08:00 bis 10:00 Uhr vormittags.

Die Beitr√§ge werden auch jeweils im transmitter, der Programmzeitschrift von Radio FSK angek√ľndigt.

Aus aktuellem Anla√ü [Stichworte Klimawandel, Corona-Pandemie] senden wir in den Monaten April, Mai, Juni und Juli 2020 die Beitr√§ge des exit! Seminars 2013 Gesellschaftliche Naturverh√§ltnisse: „[…] Wenn wir von gesellschaftlichen Naturverh√§ltnissen sprechen, geht es […] um das Verh√§ltnis von Natur und kapitalistischem Patriarchat, das sich nicht in postmoderne Pluralit√§t aufl√∂sen l√§sst. √Ėkologische Probleme k√∂nnen unter kapitalistischen Bedingungen nicht gel√∂st werden;  dar√ľber hinaus weisen neue √∂kologische Bewegungen starke ideologische Momente auf, die bei fortschreitender Krise ihr Destruktionspotential erst voll entfalten k√∂nnten, wie anhand der Postwachstumsbewegung aufgezeigt wird. Au√üerdem werden √úberlegungen zum Androzentrismus in der Geschichte der Naturwissenschaften und zur ‚ÄěNatur des Subjekts und des Staates‚Äú angestellt.

Dokumentation des Seminars Gesellschaftliche Naturverhältnisse inklusive aller Vorträge im Audioarchiv kritischer Theorie und Praxis.

April 2020 [Teil 1]: Claus Peter Ortlieb, Kapitalistische Krise und Naturschranke.

Anders als die √∂konomische Krise, die in der b√ľrgerlichen √Ėffentlichkeit als vor√ľbergehende Erscheinung gedeutet wird, wird die √∂kologische Krise dort durchaus als Grundproblem der modernen Lebensweise wahrgenommen. Allzu offensichtlich ist der Widerspruch zwischen den √∂konomischen Wachstumsimperativen auf der einen und der Endlichkeit der stofflichen Ressourcen auf der anderen Seite. Solange allerdings die kapitalistische Produktionsweise f√ľr so nat√ľrlich gehalten wird wie die Luft zum Atmen, beruhen alle Probleml√∂sungen auf Fiktionen: W√§hrend die einen die Naturschranke unter Hinweis auf den technischen Fortschritt als nicht existent vom Tisch wischen, vernachl√§ssigen oder verniedlichen die anderen die systemischen Zw√§nge und halten allen Ernstes einen Kapitalismus ohne Wachstum f√ľr m√∂glich. Dazwischen versucht eine Mehrheit, das Problem durch die Kreation logisch unvertr√§glicher Begriffe wie den des ‚Äěnachhaltigen Wachstums‚Äú zu vernebeln und sich so die Vereinbarkeit des Unvereinbaren einzureden.

Zur Kl√§rung der Frage, was da eigentlich so zwanghaft w√§chst, sollen im Referat die im Laufe der kapitalistischen Entwicklung dynamisch sich ver√§ndernden Beziehungen zwischen Mehrwertproduktion, stofflichem Output und Ressourcenverbrauch und die aus ihnen resultierenden Wachstumszw√§nge untersucht werden. Dabei zeigt sich, dass √∂konomische und √∂kologische Krise einerseits dieselbe Ursache in dem immer weiteren Auseinandertreten von stofflichem und abstraktem Reichtum haben. Auf der anderen Seite geraten die innerkapitalistischen L√∂sungsversuche f√ľr beide Krisen miteinander zunehmend in Widerspruch: W√§hrend etwa im Rezessionsjahr 2009 die weltweite CO2-Emission tats√§chlich leicht zur√ľckging, laufen die vergeblichen Versuche zur Bew√§ltigung der √∂konomischen Krise darauf hinaus, noch die letzten nat√ľrlichen Schranken gewaltsam zu durchbrechen.

Literaturliste zum Vortrag „Warum der Kapitalismus die Umwelt zerst√∂ren muss“ von C.P. Ortlieb.

Weiter Texte von Claus Peter Ortlieb