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Oktober 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Am Donnerstag, den 12. Oktober wollen wir über den Artikel von Daniel Späth in Exit! 14 QUERFRONT ALLERORTEN! Oder: Die „neueste Rechte“, die „neueste Linke“ und das Ende gesellschaftskritischer Transzendenz diskutieren.

Am Donnerstag, den 26. Oktober beginnen wir uns mit dem Buch von Roswitha Scholz Das Geschlecht des Kapitalismus zu befassen. Wir steigen mit der Einleitung (Zum Problem der Kulturalisierung des Sozialen seit den 80ern Jahren) und dem ersten Teil (Zum Begriff von Wert und Wertabspaltung) ein.

 

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

EXIT! Heft 14 erschienen

Heft 14 der Theoriezeitschrift EXIT! ist im Mai 2017 erschienen.

„Wenn notwendig, muss kritische Theorie aber nach wie vor auch den Schneid haben, in einer kärglichen Hütte zu überwintern und sich nicht überall anzubiedern. Entscheidend ist hier der Inhalt und nicht eine falsche Menschelei, leere Offenheit und Leutseligkeit. Vielleicht noch nie war eine kritische Distanz zu den gesellschaftlichen Verhältnissen so notwendig wie heute, in einer Situation, die scheinbar wie keine andere zuvor nach gesellschaftlichen konkreten Alternativen schreit, wobei eine traditionell distanzierte Wert-(Abspaltungs-)Kritik in ihrer ‚Abgehobenheit‘ obsolet geworden zu sein scheint.“
Roswitha Scholz/ Redaktion EXIT!

Inhalt und Editorial | Horlemannverlag

Querfront allerorten!

Wir können an dieser Stelle nur auf die Inhaltsangabe und die Zusammenfassung aus dem Editorial von EXIT! 14 verweisen. Der komplette Text ist leider nicht online verfügbar. Solte dies der Fall sein, werden wir darauf verweisen. 

Daniel Späth
QUERFRONT ALLERORTEN!

Oder: Die „Neueste Rechte“, die „neueste Linke“ und das Ende gesellschaftskritischer Transzendenz.

Teil I: Die Entstehung der „Neuesten Rechten“

Inhalt:

  • Die Krise der europäischen Union und die immanente Wende der Postmoderne
  • Verwirrung um die Querfront – Zur historischen Genese „deutscher Ideologie“ als ideologiekritische Voraussetzung des Neofaschismus
  • Das postmoderne Zeitalter der fundamentalen Krise, der Streit um Europa und die neue Vormachtstellung Deutschlands innerhalb der europäischen Krisenverwaltung
  • Die immanente Wende der Postmoderne, die europäische Krise und die Entstehung der „Neusten Rechten“ in Deutschland
  • Die gespaltene Mittelschicht in Deutschland
  • Die „Neueste Rechte“ im Widerspruch: Die Spaltungen im deutschen Neofaschismus und die entgrenzte „Dialektik der Ideologien“

Aus dem Editorial von EXIT! Heft 14:

[…] Dass derartige Querdenkereien und Vermittlungen keineswegs bloß im harmlosen postmodernen Spieluniversum verbleiben, zeigt Daniel Späth auf, wenn er die seit dem Crash 2007/8 zunehmende Querfrontbewegung zum Thema macht. Im vorliegenden ersten Teil seines Artikels „Querfront allerorten! oder Die ‚Neueste Rechte‘, die ‚neueste Linke‘ und das Ende gesellschaftskritischer Transzendenz“ legt er den realgesellschaftlichen und historischen Bedingungszusammenhang dar, der den Neofaschismus in Deutschland und Europa hervortreibt, und unterzieht die „Neueste Rechte“ einer Kritik auf den verschiedenen Ebenen der „konkreten Totalität“. Nach einer geschichtstheoretischen Entfaltung des Verhältnisses von negativer Universalität und nationaler Partikularität mit besonderem Fokus auf die deutsche Ideologie wird der Zusammenhang zwischen postmoderner Krisenvergesellschaftung und Entstehung des deutschen Neofaschismus hergestellt, wobei die Reflexion auf eine postmodern-immanente Wende eine besondere Bedeutung gewinnt. Sodann werden die drei Flügel des Neofaschismus – „Alternative für Deutschland“, „Mahnwachen für den Frieden“ und „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – sowohl in ihrer Einheit als auch in ihren Unterschieden dargestellt. Schließlich erfährt die vorwaltende „Dialektik der Ideologien“ eine ausführliche Analyse, da die inneren Kontroversen des Neofaschismus auf das Ausspielen der eigenen Ideologie gegen eine andere zurückzuführen sind, weshalb diesen innerfaschistischen Auseinandersetzungen im Einzelnen nachgegangen wird. […]

September 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Am Donnerstag, den 14. September werden wir die Veranstaltung Gender, Queer und Rechtsruck vom 08.09.2017 mit Roswitha Scholz reflektieren. Zudem befassen wir uns weiterhin mit der  Auswertung des G20 Gipfels und verweisen hierzu auf die Sendung Kritik der Gewalt von agoRadio. Beiträge zu Kultur und Politik von August 2017.

Am Donnerstag, den 28. September fahren wir fort mit der  abschließenden Debatte von Geld ohne Wert von Robert Kurz. JedEr ist gebeten, zu formulieren/ darzustellen, welche zentralen Punkte sich aus der Lektüre ergeben haben.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

August 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Donnerstag, den 10. und Donnerstag, den 24. August werden wir die Veranstaltung Gender, Queer und Rechtsruck am 08.09.2017 mit Roswitha Scholz vorbereiten.

Am Donnerstag, den 24. August befassen wir uns hierzu mit dem Text Das Abstraktionstabu im Feminismus. Wie das Allgemeine des warenproduzierenden Patriarchats vergessen wird. Aus: EXIT! Krise und Kritik der Warengesellschaft, Heft 8, Juli 2011. Ergänzend hierzu die Gespräche Ohne Kampf geht es nichtJungle World, 11/ 2016 sowie Der Hass auf Frauen nimmt wieder zu, Konkret, 03/ 2017.

Wir werden uns auch gemeinsam eine Sendung vom DLF (Deutschlandfunk) zum Thema ”Critical whiteness“ anhören und diskutieren.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

Juli 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Hinweis: in diesem Monat werden die inhaltlichen Schwerpunkte der Treffen getauscht, wie folgt:

Am Donnerstag, den 13. Juli fahren wir fort mit der  abschließenden Debatte von Geld ohne Wert von Robert Kurz. JedEr ist gebeten, zu formulieren/ darzustellen, welche zentralen Punkte sich aus der Lektüre ergeben haben.

Obiger Termin 13.7. verschiebt sich auf den 28.9.2017 (gleiches Thema, gleiche(r) Zeit und Ort) !!!

Am Donnerstag, den 27. Juli werden wir eine Auswertung unserer Veranstaltung G20: Gipfel und Gipfelstürmer*Innen am 29.06.2017 im Centro Sociale und des G20-Gipfels und der Proteste selbst vornehmen.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

Juni 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Hinweis: in diesem (und ggf. auch im Folge)Monat werden die inhaltlichen Schwerpunkte der Treffen getauscht, wie folgt:

Am Donnerstag, den 08. Juni steigen wir ein in die abschließende Debatte der Lektüre von Geld ohne Wert von Robert Kurz. Wir beenden Abschnitt 20. Die Geldware oder das allgemeine Äquivalent als ausgesonderte Ware. ACHTUNG: dieses Treffen beginnt bereits um 19:00 Uhr.

Am Donnerstag, den 22. Juni fahren wir fort mit der inhaltlichen Diskussion in Hinsicht auf unsere Veranstaltung G20: Gipfel und Gipfelstürmer*Innen
am 29.06.2017 im Centro Sociale.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

Mai 2017

Exit!-Lesekreis in HH zur Wert-Abspaltungs-Kritik im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 Hamburg, und zwar

  • jeden zweiten Donnerstag im Monat um 19:30 Uhr im Eck-Büro zu einem aktuellen Thema aus wert-abspaltungs-kritischer Perspektive.
  • jeden vierten Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr im Raum Kubus zu einem theoretischen Text.

Am Donnerstag, den 11. Mai steigen wir ein in die inhaltliche Diskussion in Hinsicht auf unsere Veranstaltung G20: Gipfel und Gipfelstürmer*Innen am 29.06.2017 im Centro Sociale. Textgrundlagen:

  1. Der Aufruf Welcome to hell. BLOCKIEREN – SABOTIEREN – DEMONTIEREN [2017] der autonomous & anticapitalist alliance against the G20-summit in Hamburg
  2. Der Text KRISEN-IMPERIALISMUS. 6 Thesen zum Charakter der neuen Weltordnungskriege [2003] von Robert Kurz

Am Donnerstag, den 25. Mai setzen wir unsere Lektüre von Geld ohne Wert von Robert Kurz fort. Wir machen weiter mit Abschnitt 20. Die Geldware oder das allgemeine Äquivalent als ausgesonderte Ware.

Neuzugänge sind herzlich willkommen.

Kontakt: hh [at] exit-online.org

Roswitha Scholz/ Gruppe Exit!: Man(n) trägt wieder Bart. Gender, Queer und Rechtsruck

08.09.2017 (Fr, 20h), Vortrag und Gespräch im CENTRO SOCIALE, Sternstraße 2, 20357 HH, Saal

Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks in den 1990er Jahren feierte der Neoliberalismus Triumphe. Auch im Feminismus kam es dabei zu Veränderungen. Die Frauenforschung mutierte zur Genderforschung. Judith Butlers prominentes Buch „Das Unbehagen der Geschlechter“ war dabei eine Art Klammer zwischen Gender- und Queer-Orientierung. Männlichkeit und Weiblichkeit wurden nun als diskursiv hervorgebracht gedacht und sollten in der Travestieshow radikal unglaubwürdig gemacht werden. War bis zu den 1990ern von Patriarchat und Zwangsheterosexualität die Rede, so ging es nun in einer kraftlos neutralisierenden Sprache eben um Gender und „Heteronormativität“. In den Medien war viel von der Verwirrung der Geschlechter die Rede. Dem Neoliberalismus mit seinen Flexi-Anforderungen an die Individuen kam dies zu pass. Manche Linke dachten nun jedoch schon das Ende von Patriarchat und Heterosexualität sei gekommen.

Schon früher, insbesondere aber seit dem Finanzcrash 2007/8 wird nun mehr als deutlich, dass ein oberflächliches Gendern und Queeren von Sprache, den Medien, von Politik, Ökonomie usw. nicht ausreicht das dominierende Hetero-Patriarchat zu unterminieren, wenn die Verhältnisse immer prekärer werden. Es kam zu einem massiven Rechtsruck (AFD, Pegida, Querfrontbewegungen), der u.a. im Versuch der Restaurierung traditioneller Geschlechtsmuster bis hin zur Gewalt gegen Schwule, Lesben und Transpersonen zeigt. Man(n) trägt sozusagen wieder Bart. Überdeutlich wird nun auch, dass objektive, materielle Strukturen und die psychische Disposition der Subjekte nicht außer Acht gelassen werden können und eine härtere Gangart gegenüber den kapitalistisch-hetero-patriarchalen Zuständen einzuschlagen ist. Dabei ist allerdings zu reflektieren, dass (u. a. querfrontartige) Verwerfungen auch in feministischen und LGBT-Bewegungen sichtbar werden, wie etwa auch die Diskussion um den Band „Beissreflexe“ zeigt. Man/frau sollte sich auf keinen Fall davon täuschen lassen, dass die AFD in aktuellen Wahlumfragen wieder Stimmen verloren hat.

Zur Referent_in: Roswitha Scholz, geboren 1959, Diplom-Sozialpädagogin, freie Publizistin und Redakteurin der Theoriezeitschrift EXIT!, Zeitschriften-Publikationen und Buchveröffentlichungen.

Aufnahme

Einleitung:

Vortrag:

Gespräch:

Literaturhinweise

  • Das Geschlecht des Kapitalismus. Feministische Theorie und die postmoderne Metamorphose des Patriarchats. Horlemann Verlag, Bad Honnef 2011
  • Das Abstraktionstabu im Feminismus. Wie das Allgemeine des warenproduzierenden Patriarchats vergessen wird. Aus: EXIT! Krise und Kritik der Warengesellschaft, Heft 8, Juli 2011
  • Die Bedeutung Adornos für den Feminismus heute. Rückblick und Ausblick auf eine widersprüchliche Rezeption. Aus: EXIT! Krise und Kritik der Warengesellschaft, Heft 10, Dezember 2012

Verweise

  • Texte von Roswitha Scholz auf der exit!-Seite
  • Eintrag zu Roswitha Scholz auf Wikipedia